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Shopbetreiber aufgepasst: Was in Ihrem eBusiness schiefgehen kann und wie Sie sich richtig absichern

|   DreamRobot-News

Wettbewerbsrecht, Urheberrecht, Datenschutz – es gibt viel zu beachten im Online-Handel. Dazu kommen immer wieder neue Regelungen wie die Geoblocking-Verordnung oder das Verpackungsgesetz, die Ihnen als Shopbetreiber bei Verstößen das Business vermiesen können. Was sind die häufigsten Risiken im Online-Handel und wie können Sie sich dagegen absichern? Ein Gastbeitrag von Ralph Günther, Geschäftsführer von exali.de.

Was schiefgehen kann…

Es gibt einige Dinge, die Ihr eBusiness in Schieflage bringen können, wenn Sie einen Webshop betreiben. Zum einen können das Schäden bei jemandem anderen sein, für die Sie haftbar gemacht werden und Schadenersatz zahlen sollen, zum anderen können auch bei Ihnen selbst teure Schäden entstehen (sogenannte Eigenschäden).

Rechtsverletzungen: Wettbewerbsrecht, Urheberrecht & Co.

Im Online-Handel boomt das Geschäft mit den Abmahnungen. Sogenannte Pseudo-Wettbewerber und Abmahnanwälte machen Shop-Betreibern das Leben schwer. Die Liste der Abmahngründe ist lang: Fehlerhafte oder veraltete AGB, Fehler im Bestellprozess, Verstöße gegen das Urheber- oder Markenrecht, DSGVO-Verstöße… Wenn dann eine Abmahnung ins Haus flattert, kann das schnell teuer werden.

40.000 Euro Schadenersatzforderung für Urheberrechtsverletzung

Das war auch in einem echten Schadenfall aus meiner Praxis so, bei dem ein Webshop-Betreiber 40.000 Euro für Urheberrechtsverletzungen zahlen sollte. Er wollte seine Produkte auf einer bekannten Verkaufsplattform vertreiben, die damit wirbt, dass dort die Händler nur als Produktzulieferer auftreten und die Plattform als Verkäufer agiert. Damit versprach die Plattform den Händlern eine bessere Absicherung bei Abmahnungen. Online-Händler sollten ihre Artikel einfach per EAN (Identifikationsnummer) hochladen und sich zurücklehnen – ganz ohne Risiko…

Der Online-Händler aus diesem Fall hielt sich Schritt für Schritt an die Anweisungen der Plattform und trotzdem flatterte ihm eine Abmahnung wegen mehrfacher Urheberrechtsverletzung ins Haus. Über 50 Produktfotos wurden ohne die Einwilligung des Lizenzinhabers und ohne Bildquellennachweis genutzt – am Ende stand eine Schadenersatzforderung von fast 40.000 Euro. Der Versicherer war der Meinung, dass der Onlinehändler nicht schuld ist und wies die Abmahnung zurück. Das Ergebnis: Der erst sehr aggressiv auftretende Abmahn-Anwalt war auf einmal ganz still und ließ nichts mehr von sich hören.

Das heißt aber nicht, dass es immer so laufen muss. Gerade beim Verkauf auf Amazon ist Vorsicht geboten. Denn hier fungiert der Händler als Verkäufer und Versender der Artikel und muss daher haften, auch wenn beispielsweise eine abgemahnte Produktbeschreibung gar nicht vom Verkäufer selbst stammt. Eine abstruse Ansicht, die jedoch bereits von einigen Richtern bestätigt wurde.

Gefahren aus dem Netz

Auch Cyberkriminalität kann Ihnen als Betreiber eines Shops gefährlich werden. Wenn Kriminelle beispielsweise Kundendaten stehlen oder Ihren Onlineshop schlicht lahmlegen, können hohe Kosten entstehen.

Warum? Nun, wenn beispielsweise durch einen Datenklau Kundendaten in falsche Hände geraten, wird der Kunde den entstandenen Schaden von Ihnen zurückverlangen. Auch Schäden, die Sie im Fall eines Hackerangriffs selbst treffen (sogenannte Eigenschäden) können teuer werden; beispielsweise, wenn Ihre Systeme ausfallen und dadurch der Umsatz einbricht. Leider werden die Cyberkriminellen immer kreativer und lassen sich stets neue Maschen einfallen. In diesem Jahr ist der „Trend“ beispielsweise illegales Krypto-Mining, bei dem die Hacker Rechner kapern und deren Leistung für das „Schürfen“ von Krypto-Währung (zum Beispiel Bitcoins) verwenden.

Produkthaftung

Wenn Sie als Shopbetreiber eigene Produkte verkaufen oder als Importeur bzw. Quasi-Hersteller (zum Beispiel durch das Umverpacken oder Umlabeln von Ware) agieren, haften Sie für Schäden, die durch ein fehlerhaftes Produkt verursacht werden. Als Quasi-Hersteller treffen Sie außerdem die gleichen Pflichten wie den eigentlichen Hersteller. Das sind beispielsweise Informationspflichten, Maßnahmen zur Risikovermeidung oder Meldepflichten. Auch im Rahmen der Produkthaftung können hohe Schadenersatzforderungen auf Sie zukommen, die je nach Höhe existenzbedrohend werden können.

Neue Regelungen: Geoblocking-Verordnung und Verpackungsgesetz

Als ob es nicht schon genug für Shopbetreiber zu beachten gibt, kommen immer wieder neue Regelungen dazu. Seit dem 3. Dezember ist die Geoblocking-Verordnung in Kraft, nach der Online-Kunden innerhalb der EU nicht mehr unterschiedlich behandelt werden dürfen. Dies bedeutet beispielsweise, dass Sie bei der Bezahlung in Ihrem Onlineshop ausländische Kreditkarten nicht mehr verweigern dürfen, wenn Sie generell Kreditkartenzahlung akzeptieren.

Am 1. Januar 2019 wird außerdem das neue Verpackungsgesetz in Kraft treten. Auch dieses beinhaltet neue Regeln für Online-Händler. Zum Beispiel müssen Sie sich bis dahin bei einer „Zentralen Stelle“ registrieren. Da jeder einfach online nachprüfen kann, ob Sie Ihrer Registrierungspflicht nachgekommen sind, ist es nur eine Frage der Zeit, bis „Pseudo“-Wettbewerber und Abmahnanwälte dieser neuen Abmahnmöglichkeit auf die Spur kommen.

Shopbetreiber: So sieht eine gute Absicherung aus

Wem Ihnen jetzt angesichts dieser Haftungsrisiken mulmig wird - keine Panik! Sie können Ihr Business mit einer Berufshaftpflicht speziell für den eCommerce-Bereich absichern. Diese Checkliste zeigt Ihnen, was eine gute Webshop-Versicherung beinhalten sollte:
 

  • Schutz bei Rechtsverletzungen: Abmahnungen wegen Verstoß gegen die Rechte anderer kommen gerade im Onlinehandel sehr häufig vor. Deshalb sollten Rechtsverletzungen umfassend versichert sein (zum Beispiel gegen das Urheber-, Marken-, Wettbewerbs-, Lizenz- oder Datenschutzrecht).
  • Produkthaftpflicht: Es sollte die Möglichkeit geben, die Berufshaftpflicht um eine Produkthaftpflicht, ggf. auch um eine Absicherung für Quasi-Hersteller und Importeure zu erweitern.
  • Zusatzbausteine: Eine gute Berufshaftpflichtversicherung für Online-Händler können Sie individuell auf Ihre Bedürfnisse anpassen, beispielsweise durch eine Datenschutz- und Cyber-Eigenschaden-Deckung, die Ihren Onlineshop bei einem Hacker-Angriff absichert.
     

Generell gilt: Eine gute Webshop-Versicherung lässt sich an Ihre individuellen Bedürfnisse anpassen, bietet umfassenden Schutz gegen die häufigsten Business-Risiken und passt sich neuen Tätigkeitsbereichen und Herausforderungen im eCommerce an.

Über den Autor:

Ralph Günther von exali.de gilt als ausgewiesener Experte, wenn es um Risikomanagement und spezifische Haftpflichtversicherungen für freie Berufe, Dienstleister und mittelständische Unternehmen der eCommerce-, Medien-, Consulting- und IT-Branche geht. Als einer der Vorreiter im Online-Versicherungsbusiness hat er aktiv an der Verbesserung des Versicherungsschutzes für Freiberufler mitgewirkt und neue Leistungserweiterungen am Markt eingeführt. Sein Wissen gibt er regelmäßig als Autor in relevanten Fachmedien an seine Zielgruppe weiter.

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